{ 28. Juni 2012 }

Der weiße Rabe

„Der Weiße Rabe“ ist ein Portrait von Max Mannheimer, einem Überlebenden der Konzentrationslager Auschwitz und Dachau. Max Mannheimer ist heute über 90 Jahre alt, und einer der letzten aktiven Zeitzeugen.

BgR-Filmvorführung im Nordhäuser Theater:
»Der weiße Rabe

„Der Weiße Rabe“ ist ein Portrait von Max Mannheimer, einem Überlebenden der Konzentrationslager Auschwitz und Dachau. Max Mannheimer ist heute über 90 Jahre alt, und einer der letzten aktiven Zeitzeugen.
Der Film zeigt, wie Max Mannheimer mit den niemals endenden Erinnerungen an die Lager und dem Verlust seiner Familie umgeht. Zeugnis ablegen, in Schulen sprechen, Malen, unerschütterlicher Optimismus und Witz sind seine Waffen und Therapie im Umgang mit der Vergangenheit. Der Film zeigt seine erste Wiederbegegnung mit Auschwitz im Jahr 1991 und begleitet ihn durch das ganze Jahr 2008, in privaten und öffentlichen Momenten.
Im Jahr 1988 habe ich meine Bankkarte auf einem Parkplatz in Dachau verloren und Max Mannheimer hat sie gefunden. Aus dieser Begegnung entstand eine Freundschaft und – mit diesem – 3 Filme, die alle für meine filmische Karriere entscheidend waren. DER WEISSE RABE ist der notwendige Abschluss unserer „filmischen Zusammenarbeit“.
Für mich war es ein ganz besonderes Ereignis, diesen Film machen zu können.
Er hat mir ein Jahr mit Max geschenkt.
(Carolin Otto, Regisseurin)

Max Mannheimer wurde 1920 im heutigen Tschechien geboren. Die Nazis deportierten die jüdische Familie 1943 erst ins KZ Theresienstadt und dann nach Auschwitz, wo sie die Eltern, drei Geschwister und die Ehefrau des damals 23-Jährigen ermordeten. Nur der sechs Jahre jüngere Bruder überlebte. Den Brüdern gelang es, von Auschwitz nach Warschau verlegt zu werden, wo sie bei Aufräumarbeiten im zerstörten Ghetto helfen mussten. Danach wurden sie nach Dachau verschleppt, wo Max Mannheimer Typhus bekam und die Befreiung durch die Amerikaner nur mit viel Glück erlebte.
Wie viele andere konnte und wollte Max Mannheimer lange Jahre nicht über seine Erlebnisse in den KZs sprechen. Aber im Jahr 1964 schrieb er seine Geschichte auf – zunächst nur für seine Tochter. Aufgrund eines verzögerten Laborberichts dachte er, er habe Krebs und nicht mehr viel Zeit – was sich glücklicherweise als Irrtum herausstellte. Dieses »Späte Tagebuch« erschien 1986 als Buch.

Seit 23 Jahren macht Max Mannheimer auch Führungen durch KZs, hält Vorträge und ist in den Schulen unterwegs, um seine Erinnerungen weiterzugeben.

Filmdauer: 82 Min.
Regie: Carolin Otto
Weitere Informationen unter www.derweisserabe.de

Wir freuen uns sehr, nach den jeweiligen Vorführungen Carolin Otto und Max Mannheimer begrüßen und mit Ihnen gemeinsam über den Film diskutieren zu können.

1. Veranstaltung: Donnerstag, 12. Juli 2012, 19 – 21.00 Uhr
2. Veranstaltung: Freitag, 13. Juli 2012, 9.30 – 11.30 Uhr (für Schulklassen vorgesehen)
Theater Nordhausen (Käthe-Kollwitz-Str. 15, Nordhausen)
Der Eintritt ist frei.

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Flyer Vorderseite

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

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