Ehrenfriedhof erneut geschändet
Wie heute Morgen den online-Ausgaben von NNZ und MDR entnommen werden kann, wurde in der Nacht zu Mittwoch erneut der Ehrenfriedhof geschändet. Bislang Unbekannte TäterInnen warfen Blumenschalen gegen die Stele.
In Nordhausen ist das jüdische Mahnmal auf dem Ehrenfriedhof geschändet worden. Nach Polizeiangaben warfen in der Nacht zu Mittwoch Unbekannte zwei Blumenschalen in das Innere des Denkmals am Stresemannring. Dabei sei das Denkmal erheblich verunreinigt worden.
Eine Polizeistreife hatte die Schändung gegen 2 Uhr in der Nacht entdeckt. Die Kriminalpolizei hat am Tatort inzwischen Spuren gesichert. Ein rechtsextremer Hintergrund der Tat wird nicht ausgeschlossen. Erst Anfang April hatten Unbekannte den Ehrenfriedhof für die Opfer des Zweiten Weltkrieges geschändet. Damals sprühten sie auf den Gedenk-Pavillon mit schwarzer Farbe mehrere Hakenkreuze, SS-Runen und antisemitische Sprüche. eine Pressemitteilung des MDR-Thüringen
aktualisiertere Version der Meldung, mit Stand 14:35
Das KZ-Opfer-Mahnmal auf dem Ehrenfriedhof in Nordhausen ist geschändet worden. Nach Polizeiangaben warfen Unbekannte in der Nacht zu Mittwoch zwei Blumenschalen in das Innere des Gedenkpavillons am Stresemannring. Dabei sei das Denkmal erheblich verunreinigt worden. Im unteren Bereich des Pavillons sei Erde haften geblieben. Die Töpfe seien jedoch nicht gegen das Mahnmal geworfen worden.
Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke bezeichnete die Tat als »empörend, eine Schande und eine ungeheure Provokation.« Die Stadt werden zusammen mit der Polizei alles daran setzen, die Täter zu finden. »Diesem finsteren Treiben muss schnell ein Ende gesetzt werden. Es ist beschämend, was hier passiert ist.«
Die Kriminalpolizei ermittelt
Eine Polizeistreife hatte die Schändung gegen zwei Uhr in der Nacht entdeckt. Die Kriminalpolizei hat am Tatort inzwischen Spuren gesichert. Ein rechtsextremer Hintergrund der Tat wird nicht ausgeschlossen. Erst Anfang April hatten Unbekannte den Ehrenfriedhof für die Opfer des Zweiten Weltkrieges geschändet. Damals sprühten sie auf den Gedenkpavillon mit schwarzer Farbe mehrere Hakenkreuze, SS-Runen und antisemitische Sprüche.
Der Gedenkpavillon war vor fünf Jahren von der Stadt Nordhausen in Erinnerung an die 1.250 Toten eingeweiht worden, die die US-Armee am 11. April 1945 bei ihrem Einmarsch auf dem KZ-Außengelände Boelcke-Kaserne entdeckt hatten. Die SS hatte dort todkranke Häftlinge zum Sterben ihrem Schicksal überlassen. Die Toten und 270 Häftlinge, die nach ihrer Befreiung in Krankenhäusern starben, sind auf dem angrenzenden Ehrenfriedhof begraben.
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