{ 29. Juli 2010 }

Webseiten von Gedenkstätten gehackt

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An dieser Stelle veröffentlicht das BgR eine Pressemitteilung, des MdL, Frau Birgit Keller und  Matthias Mitteldorf, zu den Angriffen auf die Internetseiten der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Pressemitteilung des MdL, Frau Birgit Keller / DIE LINKE, Fraktionsvorsitzende im Kreistag und Mitglied im Stadtrat Nordhausen und Matthias Mitteldorf, stellv. Vorsitzender des Stadtrates Nordhausen/Die Linke zu den Angriffen auf die Internetseiten der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Deine Stimme gegen Nazis

»In meinem Urlaub in Griechenland muss ich über die hiesigen Medien erfahren, dass offenbar Neonazis durch ihre Angriffe auf die Internetseiten der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora das Ansehen unseres Bundeslandes Thüringen beschädigt, die Opfer der NS-Diktatur verhöhnt haben, in dem sie gefährlich den Inhalt der Seiten verfälscht, oder komplett auf antisemitischen Seiten umgeleitet haben. Ich erwarte eine Untersuchung und Bestrafung der Täter. Verantwortlich für die Untersuchung sollten Staatsschutz und BKA sein.«, so Keller.

Ähnlich äußert sich Matthias Mitteldorf/Linke, stellv. Vorsitzender des Nordhäuser Stadtrates: »Vor mehr als einem Jahr, damals noch als Beigeordneter der Stadt, habe ich eindringlich vor dem Einzug der NPD in die Parlamente in Stadt und Kreis gewarnt. Jetzt sind die Nazis da. Offenbar wittern jetzt die Hinterbänkler Morgenluft. Wer auf den Seiten schrieb: ›brown is beautifull‹ oder ›Wir kommen wieder….‹ passt genau in das Schema! Auch das ist eine Schändung einer Gedenkstätte. Das gehört bestraft! Zum Glück konnte die Forschungsarbeit im Intranet der Gedenkstätte Dora erhalten bleiben.«

»Allein die Seite der Gedenkstätte Buchenwald wird durchschnittlich aus aller Welt 8000 mal täglich angeklickt. Wenn diese Verbrecher nicht dingfest gemacht werden, welchen Eindruck macht dann unser Bundesland, die ganze BRD über Orte, die viele Staaten der Welt, neben Auschwitz, als Gedenkort gegen Faschismus und Krieg ehren, den großartiger Weise schon ein Präsident der U.S.A. besuchte. Wieder kann man sich hier in Nordhausen als Antifaschist nur schämen.«, so Mitteldorf weiter.

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