{ 18. September 2009 }

Kein Ort für Neonazis in Thüringen

Im Jahr 2009 gab und gibt es viele Wahlen: in den Kommunen, zum Landtag und noch zum Bundestag. Angesichts starker Präsenz der NPD initiierte die Amadeu Antonio Stiftung die Kampagne „Kein Ort für Neonazis in Thüringen“.

1_logo_amadeu_311

Viele Projekte haben mit kleinen und unbürokratischen finanziellen Förderungen Projekte auf die Beine gestellt, in denen sie über neonazistische Umtriebe in Thüringen informierten und aufklärten. Schulen, Jugendgruppen und Vereine verwirklichten ihre Ideen zum Engagement gegen Neonazis.

Die Kampagne ist nun erst einmal vorüber – das Problem aber noch längst nicht gelöst. Gerade das hat das gemeinsame Engagement trotz vieler Erfolge gezeigt: Fast viertausend Teilnehmer bei einem RechtsRock-Konzert in Gera, die NPD gewinnt bei den Kommunalwahlen überall dort, wo sie antritt, ein oder mehrere Mandate, der „Thüringen-Monitor“ zeigt den weit verbreiteten Rassismus.

Rechtsextremismus in Thüringen hat also viele Gesichter. Er zeigt sich in Einstellungen, im Wahlverhalten, in einer aktiven rechtsextremen Szene und immer wieder auch in Gewalt. Entsprechend vielfältig muss deshalb auch die Auseinandersetzung mit ihm sein – in der Analyse des Problems und der Entwicklung von Gegenstrategien.

Nicht allein die Politik, nicht allein die Polizei, aber auch nicht allein die vielerorts sehr aktive Zivilgesellschaft kann das Problem Rechtsextremismus lösen. Vielmehr geht es um Zusammenarbeit und Vernetzung, um das bekannt Machen guter Praxis. Es geht aber auch um die Frage, ob die Rahmenbedingungen der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus verbessert werden könnten, etwa durch ein Landesprogramm wie in den östlichen Nachbarbundesländern.

Um all das zu diskutieren und neue Pläne zu schmieden, möchten die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Amadeu Antonio Stiftung Sie herzlich zur Abschlussveranstaltung der Kampagne „Kein Ort für Neonazis in Thüringen“ am 9. Oktober nach Gera einladen.

weitere Informationen, das Programm und einen Link zur Anmeldungen finden sie HIER.

Kommentar schreiben

Zufällige Artikel
Die NPD im Briefkasten

Immer mehr Menschen verzichten auf eine Tageszeitung. In diese Nachrichtenlücke stößt die NPD mit ihren Gratisblättern. Ein Bericht von Olaf Sundermeyer aus Thüringen.

// weiterlesen
Deine Stimme gegen Nazis

Im Superwahljahr 2009 werden in Thüringen die Parlamente auf Europa-, Bundes-, Landes- und Kommunalebene neu gewählt. Genau wie in anderen Bundesländern werden auch hier rechtsextreme Parteien, wie die NPD oder die DVU, versuchen Parlamentssitze zu gewinnen. // weiterlesen