{ 11. August 2009 }

Kein Ort für NeoNazis

Die Aktion »Kein Ort für Neonazis« stößt in Thüringen auf gute Resonanz. Das sagte der Geschäftführer der Amadeu-Antonio-Stiftung vier Monate nach dem Start dem MDR THÜRINGEN JOURNAL.

Bislang seien 15 Projekte mit insgesamt 5.000 Euro unterstützt worden, darunter Radtouren, Plakataktionen und Diskussionsrunden gegen Rechtsextremismus. Die Stiftung habe damit die Hälfte der bereitgestellten Gesamtsumme vergeben. In Thüringen gebe es an der Aktion »deutlich mehr Interesse als in anderen Bundesländern«, sagte Stiftungs-Geschäftsführer Timo Reinfrank dem MDR. Er freue sich insbesondere, dass sich auch Jugendliche beteiligten, die sich erstmals öffentlich gegen Rechtsextremismus engagieren.

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10.000 Euro für Thüringer Projekte

Die Amadeu-Antonio-Stiftung aus Berlin hatte zum Auftakt der Aktion »Kein Ort für Neonazis« insgesamt 10.000 Euro für Thüringer Projekte bereitgestellt. Davon werden Kleinprojekte gegen Rechts unbürokratisch mit jeweils etwa 250 Euro unterstützt. Die unterstützten Projekte von Jugendgruppen und Kirchgemeinden verteilen sich gleichmäßig auf Städte und ländliche Gebiete. Zwei Schwerpunkte der Arbeit seien das Projekt »Aufenthalt« in Gera und das Aktionsbündnis Courage in Pößneck, sagte Reinfrank.

Aktionen im Vorfeld der Landtagswahlen

Die Stiftung ruft insbesondere im Vorfeld der Landtagswahl zu weiteren Projekten gegen Rechts auf, um Wahlerfolge der NPD zu verhindern. »Wenn es viele spontane Ideen gibt, geben wir auch über die 10.000 Euro hinaus«, so Reinfrank. Die Abschlussbilanz der Kampagne »Kein Ort für Neonazis« will die Amadeu-Antonio-Stiftung im Oktober ziehen.

Quelle:

mdr.de – Thüringen
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